Eine der Strategien um online sichtbar zu werden sind Soziale Medien. Täglich konsumieren Nutzer in zahlreichen online Plattformen Inhalt (Content) der von anderen Nutzern dort veröffentlicht wurde (User generated content). Diese Plattformen machen es uns leicht, mit Personen, Unternehmen und Themen die uns interessieren, zu interagieren.

Immer wieder hört man, dass Posts mit externen Links auf Sozialen Medien nicht performen, ja sogar die eigene Sichtbarkeit zu schmälern.  Angeblich schaden sie dir sogar im Algorithmus der online Plattform.

Grundsätzlich wollen Soziale Medien wie Facebook, Instagram, LinkedIn und Twitter ihre Nutzer so lange wie möglich auf ihrer Plattform halten. Das würde diese Annahme bestätigen, jedoch stimmt sie so durchaus nicht. Richtig eingesetzt kannst du über Soziale Medien durchaus Traffic für deinen eigenen Webauftritt generieren.

Die Bildunterschrift ist wichtig

Wir nehmen uns Zeit, ansprechende Bilder und Grafiken für unsere Social Media Posts zu gestalten. Wo wir allerdings gerne an Zeit sparen, ist der begleitende Text zum Post. Der ist jedoch entscheidend dafür, ob jemand auf deinen Link klickt oder in manchen Sozialen Medien erst einmal in dein Profil wechselt um dort auf deinen Link zu klicken. In der zweiten Variante, wie das beispielsweie auf Instagram funktioniert, muss sich die Person schon ganz schön viel an Nutzen von deinem Link versprechen, um diese recht lange Reise zu deinem Inhalt anzutreten.

Es kommt also auf deine Beschreibung an: macht sie Neugierig zum Weiterlesen? Deine Bildunterschrift (Caption) muss deine Zielgruppe klar ansprechen und sie neugierig machen. Ein knapper Text wie “Hier erfährst du mehr: LINK” wird sicherlich keinen dazu motivieren, deinen Link anzuklicken und deinen Blogpost zu lesen oder sich über dein Angebot zu informieren. Hier musst du dir ein wenig mehr überlegen um die Leute “hinter dem Ofen hervorzuholen”.

Fokussiere dich bei deiner Bildunterschrift darauf, den Nutzer neugierig zu machen und seine Frage “Was ist für mich drin, wenn ich den Link anklicke?” klar und deutlich zu beantworten.

Wenn du es mit deiner Bildunterschrift geschafft hast, den Nutzer auf deinen Webauftritt zu locken, dann heißt es: nur nicht nachlassen! Dein Inhalt auf der Webseite muss klar das liefern, was du im Social Media Post versprochen hast. Andernfalls wird der Nutzer deine Seite schnell wieder verlassen – ein negatives Nutzersignal für Suchmaschinen.

Informiere deine Community

Nütze dein Social Media Profil um deine Community zu informieren: es gibt Neues.

Wie so oft im Leben gilt auch hier: nicht übertreiben! Wenn du in jedem deiner Posts einen Link zu deiner Webseite einfügst, dann wird sich das mit Sicherheit nicht gut auf deine Wertung des Social Media Algorithmus auswirken. Schließlich zeigst du damit ständig, dass du die Nutzer von der Plattform ablenken willst. Hin und wieder mal ein Link zu einem neuen Blogpost oder einem Angebot zwischen etlichen anderen Posts die Mehrwert liefern oder einfach nur unterhalten, ist durchaus gut.

Fokussiere dich in Sozialen Medien eher auf den Aufbau einer Community, als die Nutzer mit Zwang auf deinen Webauftritt zu locken. So erhöht sich die Anzahl der Personen die du über deine neuen Inhalte informieren kannst stetig und wenn du einen Link zu deiner eigenen Webseite postest, erreichst du so mehr Personen.

Diese Personen sind dann üblicherweise sehr interessiert an dem, was du veröffentlichst: sie bleiben länger und lesen mehr Seiten auf deinem Webauftritt. Beide Metriken sind positive Nutzersignale, die von Suchmaschinen sehr positiv bewertet werden.

Du stärkst mit deinen Social Media Posts somit deine Authorität und deine Marke, die sich umgekehrt wieder positiv auf das Verhalten der Nutzer auf deiner Webseite auswirken. Bei einer etablierten Marke bzw. einen Unternehmen mit viel Authorität im Fachgebiet suchen die Nutzer meist direkt nach dem Namen – und hier gibt es wenig Konkurrenz für dich!

Backlinks fördern durch Social Media Präsenz

Durch eine größere Bekanntheit in deiner Branche werden immer mehr Nutzer auf dich aufmerksam. So schaffst du es auch, dich als Fachexperte in deinem Gebiet zu etablieren, das steigert auch die Wahrscheinlichkeit, dass du Backlinks (Links von anderen Webseiten auf deine Inhalte) erhältst und du langsam aber sicher die Ranking-Leiter nach oben kletterst.

Social Media Präsenz ist zeitaufwändig

Es ist kein großes Geheimnis: eine gute Präsenz auf Sozialen Medien aufzubauen und aufrecht zu erhalten ist zeitaufwändig. Schließlich gilt es gute Bilder zu erstellen, interessante Captions zu texten, Hashtags zu überlegen und Kommentare zu schreiben.

Mein Tipp für alle die gerade erst starten: fokussiere dich auf die Plattform wo deine Zielgruppe stark vertreten ist. Lieber nur eine Plattform bespielen und die dafür mit guten Inhalt. Wenn man sich dort etabliert hat, kann man sich immer noch überlegen auf einer weiteren Plattform eine Social Media Präsenz aufzubauen. Das geht dann oft auch leichter, denn hier kann man Nutzer der ersten Plattform gleich mit hinüber einladen und auch dort ein Follower oder Fan zu werden.

Fazit

Mit Social Media Profilen können wir unsere Reichweite erhöhen und unsere Community aufbauen. Sie stärken unsere Marke als Unternehmen oder Person und ermöglichen es uns, ausgewählte Inhalte mit interessierten Nutzern zu teilen.

In jedem Social Media Post einen Link zur eigenen Webseite zu verwenden, ist nicht empfehlenswert. Wenn man jedoch einen ausführlichen Beitrag, der dem interessierten Nutzer viel Mehrwert bietet veröffentlicht hat, sollte dieser auch auf Sozialen Medien geteilt werden.