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Was ist Content Marketing?

Unter Content Marketing versteht man eine Marketingmethode, welche über die Bereitstellung hilfreicher und wertvoller Informationen Personen auf ein Unternehmen aufmerksam macht, um diese in weiterer Folge als Kunden zu gewinnen.

Content Marketing ist keine neue Erfindung. Schon 1895 gab der Traktorenhersteller John Deere das Magazin „The Furrow“ heraus, mit dem Ziel, Argrarwirten wertvolle Informationen und Anleitungen zur Verfügung zu stellen. Dadurch konnte das Unternehmen sein weitreichendes Wissen beweisen und gewann das Vertrauen zahlreicher Farmer. (Das Magazin gibt es heute noch, allerdings nicht mehr als Print-Ausgabe.) Dadurch, dass John Deere Fachwissen bewiesen hat, gestaltete sich der Traktorenverkauf um einiges leichter, da die Farmer John Deere bereits als Experte in Gebiet der Landwirtschaft anerkannten: „Die wissen, was sie tun.“

Was ist „Content“?

Unter Content versteht jeglichen (digitalen) Inhalt, der im Web publiziert werden kann. Hierzu zählen unter anderem, aber nicht ausschließlich

  • Blogartikel
  • Webseiten und Landing Pages
  • Newsletter
  • Social Media Posts und Infografiken
  • (YouTube) Videos & Shorts, Reels
  • eBooks, eMagazine
  • Podcasts

Für wen ist Content Marketing geeignet?

Content Marketing ist besonders für jene Unternehmen geeignet, die nicht ausschließlich auf direkte Verkaufsförderung setzen wollen. Es werden nützliche Informationen für die Zielgruppe bereit gestellt und so langfristiges Vertrauen in das Unternehmen aufgebaut und gute Kundenbeziehungen etabliert.

Einzelunternehmer/innen, KMU’s, Startups, Non-Profit Organisationen und Bildungseinrichtungen profitieren besonders von Content Marketing, da die Markenbekanntheit gesteigert und Expertise demonstriert werden kann. Aber auch große Konzerne setzen vermehrt auf Content Marketing.

The Red Bulletin als Inhalt im Content Marketing von Red Bull

Die Getränkemarke Red Bull setzt Content Marketing sehr erfolgreich ein: durch YouTube Videos und Veranstaltungen sowie Sponsorings rund um Extremsportarten sowie der Veröffentlichung des Red Bulletin hat sich das Unternehmen auch als Medienhaus etabliert.

Durch die Veröffentlichung von Inhalten, die den Interessen ihrer Zielgruppe entsprechen, konnte Red Bull die weltweite Markenbekanntheit drastisch ausbauen und den Verkauf der Getränkedosen indirekt ankurbeln.

Richtig eingesetzt kann Content Marketing die Konversionsrate von Anfragen oder den Produktverkauf drastisch erhöhen, da Personen, die (noch) nicht in die Zielgruppe des Unternehmens fallen, von selbst ausgefiltert werden und „leere Kilometer“ vermieden werden.

Wie funktioniert Content Marketing?

In unserer hoch-digitalisierten Zeit ist es kein Wunder, dass wir uns für fast alle Kaufentscheidungen online über das Produkt oder den Anbieter informieren. Nur noch sehr selten kommt es vor, dass es für einen Bedarf nur einen einzigen Anbieter gibt. Umso wichtiger ist es für Unternehmen, ihre Besonderheiten und Alleinstellungsmerkmale auch online deutlich an ihre Zielgruppe zu kommunizieren.

Der Fokus liegt hier eindeutig auf hilfreichen Inhalten, die Fragen der Interessenten beantworten. Meist benötigt man mehrere Berührungspunkte mit einem Unternehmen, bevor man sich zum Kauf entscheidet.

Phasen der Customer Journey

Content Marketing Sales Funnel

Eine Customer Journey beschreibt den Ablauf vom allerersten Kontakt mit einem Thema bis zur Kaufentscheidung und darüber hinaus.

PhaseBeschreibungmögl. Berührungspunke
Attention/AufmerksamkeitDer potentielle Kunde kommt erstmals mit dem Produkt oder der Dienstleistung in Berührung.Soziale Medien, YouTube
Interest/InteresseWeiterführende Inhalte werden konsumiert, noch besteht kein Bedürfnis für den Kauf.Blog, YouTube, Landing Pages, Website, Newsletter
Desire/BedürfnisDer Interessent hat nun konkretes Bedürfnis an dem Angebot und sucht nach Vergleichskriterien.Blog, Landing Pages, Website, YouTube, Newsletter
Action/KaufKaufentscheidungLanding Page, Website, Newsletter

Die Grenzen zwischen den Phasen und den möglichen Berührungspunkten verschwimmen meist. Auch der Zeitraum in dem sich ein Interessent in einer Phase aufhält ist individuell unterschiedlich.

Während der gesamten Customer Journey kommt es mehrfach zu Berührungspunkten zwischen dem Unternehmen und dem potentiellen Kunden, meist über mehrere Kanäle. Nur in extremen Ausnahmefällen entscheidet sich eine Person beim ersten Kontakt auch zum Kauf!

Aber auch nach dem Kauf ist Content Marketing ein wertvoller Begleiter. Beispielsweise können bestehende Kunden über Newsletter oder Kundensupport zum Wiederkauf bewegt werden. Kunden, die ein besonders hohes Vertrauen in ein Unternehmen haben, sind darüber hinaus auch eher bereit eine Rezension, Bewertung oder Testimonial abzugeben.

Content Marketing geht nur mit Strategie

Durch laufende Veröffentlichung von Informationen auf mehreren Online Plattformen läuft man leicht in Gefahr, alles und nichts gleichzeitig zu tun, sich zu verzetteln oder die Botschaft nicht klar zu kommunizieren. Daher ist eine gut durchdachte Strategie unbedingt erforderlich.

Bei der Strategie-Entwicklung sind folgende Kernpunkte wichtig:

  • Definition der Zielgruppe und deren Bedürfnisse
  • Festlegen der Ziele der Content Marketing Strategie
  • Überprüfung des bestehenden Contents und Identifizierung von Lücken
  • Entscheidung, welche Formate und Kanäle sinnvoll und auch tatsächlich bespielbar sind
  • Erstellung des Redaktionsplans
  • laufende Analyse des Erfolgs und Anpassung der Strategie

Veröffentlichungs-Intervalle

Wie häufig etwas auf einem Kanal veröffentlicht wird, ist abhängig vom Ziel und auch den vorhandenen Ressourcen.

Generell haben Inhalte auf Sozialen Medien eine geringere „Halbwertszeit“ als beispielsweise Blogposts oder Landing Pages und sind daher aufwandsintensiver.

Wiederverwendbarkeit

Um Content Marketing richtig effektiv zu gestalten, ist es wichtig, Inhalte eines Kanals auch für die Bespielung anderer Kanäle heranzuziehen. So kann aus einem YouTube Video beispielsweise ein Blogpost entstehen und die wichtigsten Kernaussagen aus diesem Content können wiederum für Social Media Kanäle aufbereitet werden.

PlattformInhalte
YouTube1 Video, 2-3 Shorts mit den wichtigsten Kernaussagen
Blogpostadaptiertes Transkript des Videos, Video ist am Beginn des Blogpost eingebettet
PodcastAudio des YouTube Videos
LinkedInTeaser-Post für Video, Teaser Post für Blogpost, Teaser-Post für Podcast Episode, Beitrag mit den wichtigsten Kernaussagen
Pinterest3-4 Bild-Pins mit Link zu Blogpost, Video-Pin mit Link zu YouTube Video
FacebookYouTube Shorts als Reel veröffentlicht, Teaser Posts (gleich wie LinkedIn)
InstagramYouTube Shorts als Reel veröffentlicht, Carousel-Post mit den wichtigsten Kernaussagen, Teaser Posts (gleich wie LinkedIn)
NewsletterAuszug des Inhalts als kurze Zusammenfassung mit Link auf Blogpost
Beispiel: Ein YouTube Video im Stil einer „How-To“-Anleitung

Über die Verteilung dieser einzelnen Posts auf einen längeren Zeitraum kann man die insgesamte Reichweite eines Inhalts erhöhen, denn nicht jeder Abonnent oder Follower sieht auch jeden Beitrag, der veröffentlicht wird.

Karin Häberle
Karin Häberle
Content Marketing, Webdesign und Gründerin von Bloggerschule.at

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