Vor kurzem bekam ich die Information, dass ein Unternehmen aus dem medizinischen Bereich Unterstützung beim Webauftritt benötigt. Super – ein neuer Lead für ein Webprojekt! Also ran ans Telefon und die Kontaktperson anrufen. Leider stellte sich dann schnell heraus, dass dieses Unternehmen Hilfe beim Texten von fachlichen Inhalten benötigt und keine technischen oder grafischen Dienstleistungen.

Wie Du ganz schnell viel Geld umsonst ausgeben kannst

Natürlich könnte ich mich jetzt hinsetzen und irgendeinen Text schreiben, recherchiert aus Inhalten von Wikipedia und konkurrierenden Seiten. Mein Fachwissen im medizinischen Bereich beschränkt sich gerade einmal auf die Inhalte meines Erste-Hilfe-Kurses, den ich vor über 20 Jahren gemacht habe. Also bei weitem nicht ausreichend, um Artikel und Texte für ein hochspezialisiertes medizinisches Unternehmen zu schreiben!

Die Webseite hätte dann zwar Inhalte zum Anzeigen, aber den eigentlichen Zweck (nämlich die richtigen Personen über organische Suchanfragen anzusprechen und Fragen von Kunden zu beantworten) wird man nicht erreichen. Also wäre es rausgeschmissenes Geld, das ein Unternehmen sicherlich besser investieren könnte.

Einer der größten Fehler, den ein Unternehmen beim online Auftritt machen kann, ist fachlich falschen oder ungenügend recherchierten Inhalt zu präsentieren.

Suchmaschinen wie Google nützen in ihren Ranking Faktoren zu einem hohen Anteil den Wert für E.A.T:

  • Expertise im Fachgebiet
  • Autorität im Fachgebiet
  • Vertrauenswürdigkeit (Trustworthiness)

Wie man trotzdem zu guten, themenrelevanten Texten kommt

Jedes Unternehmen – egal ob Einzelunternehmer oder Großkonzern – hat Spezialwissen im eigenen Gewerbe. Genau das gilt es auch für den online Auftritt auf der Webseite auszunützen.
Der erste Schritt wäre hier, in den eigenen Reihen nach Personen zu suchen, die hier fachlich korrekten Inhalt liefern können. (Sorry, liebe Einzelunternehmer – das wird an euch alleine hängen bleiben.)
Hier kann man jemanden bitten die fachlichen Fakten zusammen zu sammeln um diese anschließend in einen Artikel oder auf einer Seite auszuformulieren sofern die fachlich kompetente Person das nicht selbst tun kann.

Beantworte Fragen, die dir andere Kunden schon gestellt haben

Ich habe in meinem digitalen Notizbuch (Microsoft OneNote) immer eine Seite, wo ich häufig gestellte Fragen meiner Kunden dokumentiere. Diese versuche ich dann in die betreffenden Artikel und Seiten einzuarbeiten oder sogar einen eigenen Artikel daraus zu machen (wie jetzt gerade).

Der Trick an der Sache ist hier, dass Kunden diese Fragen auch an Google stellen und man so auf natürliche Weise sein Ranking verbessern kann. Jemand, der das Unternehmen und die Kunden nicht kennt, wird sich hier schwertun und viel Zeit investieren müssen, um entsprechende Texte zu verfassen. Das heißt natürlich nicht, dass das unmöglich ist. Du wirst nur mehr Geld dafür ausgeben müssen da der oder die Texter/in sich meist erst in dein Spezialthema einarbeiten muss.

Rechtschreibprüfung nützen

Nicht jeder hat das literarische Geschick, einen Text verständlich und lesbar als auch grammatikalisch korrekt zu schreiben. Das schreckt viele ab, wobei es in der heutigen Zeit durchaus Tools gibt, die einem dabei helfen können.

Mein Tipp: Schreibe den Artikel vorher in deinem Textbearbeitungsprogramm der Wahl, am besten eines mit guter Rechtschreib- und Grammatikprüfung wie zum Beispiel Microsoft Word oder Google Docs. Diese sind mittlerweile schon sehr gut.

Vorsicht ist hier nur beim Kopieren dieser vorgeschriebenen Texte in das Redaktionssystem geboten: Mitunter werden hier unerwünschte Formatierungen mit kopiert. Hier zahlt es sich aus, dass man einen kleinen Umweg über einen sogenannten Plain-Text-Editor macht, bei dem es keine Formatierungsmöglichkeiten gibt. Überschriften kann man leicht auch im Nachhinein noch formatieren.

Einleitung – Hauptteil – Schluss

Wenn du dich an deine Schulzeit zurückerinnerst als es das erste Mal ums Aufsatz-schreiben ging, haben wir doch alle von der Lehrerin oder dem Lehrer gehört: Wir brauchen eine Einleitung, einen Hauptteil und einen Schluss.

Genauso ist es auch bei unseren online Texten: eine kurze Einleitung worum es geht (meist 1-3 Sätze) sind ein guter Anfang. Dann im Hauptteil beantworten wir die Fragen unserer Kunden (am besten schön gegliedert durch Überschriften) und stellen die Fakten vor. Ganz zum Schluss kommt dann noch eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte und die Handlungsaufforderung.

Natürlich gibt es noch zahlreiche andere Textformeln die man nützen kann, aber irgendwo muss man ja beginnen anstatt die Inhaltserstellung immer weiter hinaus zu schieben. Texten ist auch Übungssache, je öfter man es macht umso besser geht es.

Jetzt bist du gefragt!

Ich möchte dich jetzt einladen um deinen nächsten Blogpost für deine eigene Webseite zu schreiben. Such dir einfach eine Frage die dir fast jeder Kunde stellt aus und schreibe eine Antwort mit zumindest 600 Worten. Nicht vergessen: du bist Experte/Expertin auf deinem Gebiet!

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